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Gezeiten

Ebbe und Flut

Sturmflut

Steigt das Wasser an der Nordseeküste um mehr als einen Meter über den mittleren Tidehochwasserstand (MTHW), spricht man von einer Sturmflut

Die Gezeiten werden bestimmt von der Anziehungskraft und Fliehkraft von Mond Sonne und Erde. Unsere Gezeitenwelle entsteht im Atlantik. Wenn der Mond über dem Atlantik steht, zieht er Wassermassen etwa 50 cm hoch an. Ausläufer dieser Welle laufen zu uns ins Nordseebecken. Diese Welle heißt Shettland- und Silberrinnenwelle. Die Flutwelle läuft in ca. 12 Stunden und 20 Minuten einmal um das ganze Nordseebecken. Mond und Erde haben einen gemeinsamen Schwerpunkt um den sie sich in etwa 28 Tagen drehen, d. h. wenn die Erde sich in 24 Stunden um die eigene Achse dreht, ist in der Zeit der Mond 1/28igstel weiter. Teilt man nun 1/28igstel durch 24 Stunden erhält man 50 Minuten, das ist die ungefähre tägliche Verschiebung der Gezeiten.


Westerhever

im Schein des Mondes...

Man kann sich nun ganz leicht selbst ausrechnen, wann am Tag so ungefähr Flut und Ebbe ist . Nehmen wir an wir haben Neumond, dann steht der Mond ganz nahe der Sonne. Das bedeutet daß Mond und Sonne fast zur gleichen Zeit aufgehen und untergehen bzw. gleichzeitig im Zenit stehen. Wenn der Mond aufgeht oder untergeht dann ist Ebbe, und folglich ist bei Neumond bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang Ebbe und am Mittag bzw. um Mitternacht ist Flut.

Wir unterscheiden Springtide wenn Sonne, Erde und Mond in waagerechter Linie zueinander stehen und Nipptide, hier stehen abnehmender Mond, Erde und zunehmender Mond im rechten Winkel zur Erde und zur Sonne. Bei Springtiden sind die Wasserstände hoch, bei Nipptiden niedrig.